Die Grundregeln für’s Packen

Regel 1

Gebäck begränzen !

der Stauraum ist immer kleiner als gedacht.

Regel 2

Sich wohlfühlen !

es ist wichtig, trocken, satt, gesund und glücklich zu bleiben.

Regel 3

Tasche statt Koffer !


  • (Diese Regeln stehen in einem Spannungsverhältnis. Die Grundlage lautet: Muss das mit?)

Wenn man sich gleich zu Beginn bei Skipper und Crew unbeliebt machen will, dann bringt man einen großen Hartschalenkoffer und den von Frauen so geliebten Beautycase mit an Bord. Für beides findet man nämlich auf keinem Boot einen geeigneten Platz und er wird nur im Weg herum liegen und tierisch stören.

Deutlich besser zu verstauen sind Reisetaschen oder Rucksäcke. Die allerbeste Lösung ist natürlich ein richtiger Seesack – wasserfest und knautschbar findet er überall einen Platz. Wie gesagt, eine  normale Sporttasche tut es natürlich auch.

Mitsegel-Packliste für die Adria und das Mittelmeer

Je weniger Klamotten du zum Segeln mitnimmst, desto weniger Chaos herrscht in deiner Kajüte. Bedenke, dass man beim Segeln fast keine Ausgehkleidung braucht und es außerdem auf dem Schiff sehr wenige und nur sehr kleine Kleiderschränke gibt.

 

Bekleidung

  •  Sportschuhe mit weißen Sohlen oder Bootschuhe braucht man für die Trittfestigkeit – es gibt an Deck eine Menge Beschläge, an denen man hängen bleiben kann. Außerdem wird an Bord auch ganz gerne mal gearbeitet. Wichtig ist vor allem, dass die Schuhe nicht abfärben. Als Skipper stehe ich nicht auf Streifen auf dem Deck. Es reichen aber auch Turnschuhe mit heller Sohle, die ja bei fast jedem irgendwo  herumliegen.
  • Segel- oder Fahrradhandschuhe  verhindern Abschürfungen und Brandverletzungen an den Schoten und kosten nur wenige Euros.
  • Windjacke (Fleece) wie vom Wandersport bekannt
  • Leichter Regenschutz – Regenjacke ev. wind- u. wasserdichte Wanderjacke. Ja, auch in der Adria kann es gelegentlich einmal regnen
  • Stirnband Schal bzw. Haube, es kann auch die Wollhaube vom Winter sein
  • Mindestens zwei komplette Garnituren revierabhängige und jahreszeitbedingte Wechselkleidung (Faustregel: ein Satz ist nass, der der zweite wird getragen und der dritte bleibt trocken)
  • Sonnenhut oder Cappy – für den perfekten Segler-Style, außerdem gegen die Sonne. (ich wette, mindestens eines deiner Cappys geht verloren).
  • Extra für Frauen: Stöckelschuhe und das kleine Schwarze werden vom Skipper geliebt, bleiben aber bitte zu Hause.
  • Sportschuhe für den kurzen Ausflug unterwegs
  • Badehose, oder alles was Ihr zum schwimmen benötigt.
  • Sonnenbrille - unbedingt mit Brillenband.
  • Handwaschmittel zum Wäsche waschen. Waschmaschinen gibt es an Bord von Segelbooten nicht.
  • 2 Badetücher u. 2 Handtücher – Eine Garnitur Handtücher wird meist vom Vercharterer zur Verfügung gestellt.
  • Badeschlapfen – für den Weg zu den Toiletten und Duschen in den Marinas
  • Universalwaschgel für Hände, Haare und Körper (Salzwassergeeignetes Duschgel – tolle Werbung, jedoch komplett umsonst)
  • Haar Fön – am Schiff nicht zu gebrauchen, In den Duschanlagen der Marinas sind Föns meist installiert.
  • Wäscheklammern – Klamotten werden auf See schnell nass, dank dem Wind auch schnell trocken – aber sie wehen auch schnell weg.
  • 1-2 Saughaken (zum Aufhängen von diversen Sachen in der Kajüte)

 

Dokumente

  • Personalausweis oder Reisepass (noch gültig?
  • Visum (falls nötig)
  • Versicherungskarte
  • Auslandskrankenversicherung (frage bei deiner Krankenkasse nach, ob du eine brauchst)
  • Führerschein (um ggf. an Land Roller oder Auto leihen zu können)
  • Bargeld (Landeswährung) für die Bordkasse in bar, Geld für Essen in Restaurants, Parties, Souvenirs etc.
  • EC-Karte und/oder Kreditkarte
    • Ggf. Segelscheine (falls vorhanden)
    • Ggf. Seemeilenbuch (falls vorhanden)
    • Ggf. Auslandskrankenversicherung
    • Ggf. Tickets
    • Ggf. Reiseversicherung

 

Ausrüstung für Segeln und Wassersport

  • Schnorchel , Taucherbrille, Lycra Surfshirt – gut gegen zu viel Sonne über und unter Wasser
  • Wet-Bag (ein wasserdichter Sack, wenn du z.B. mit deiner Fotokamera zum Strand schwimmen möchtest)

  • Segelmesser oder anderes kleines, klappbares Taschenmesser

  • Kleiner Rucksack für Landausflüge

 

Unterhaltung & Technik

  • Auf längeren Törns über mehrere Tage muss man für Unterhaltung sorgen – davon hat man oft nicht viel an Bord!
  • Taschenlampe bzw. Stirnlampe
  • USB-Ladegeräte – für Handy, Kamera, Tablet etc.
  • Zusatzakku – bzw. Powerbank
  • Ersatzakkus – für Kamera und Handy
  • Sturmfeuerzeug – Nicht nur für Raucher, sondern auch für den Gaskocher und für 1000 andere Gelegenheiten, mit denen man nicht rechnet.
  • Unterwassergehäuse –  für die Kamera – für Unterwasserfotos, oder wenn es stark spritzt.
  • Luftmatratze

  • Flossen, Schnorchel, Taucherbrille

  • Leichte Lektüre (die entspannte Stimmung und Wellen erschweren das Lesen von komplizierten Texten) Ein Buch reicht meistens bzw. Ebook-Reader

  • Hochprozentiges vom Duty Free

 

Mitsegler-Apotheke

  •     Anti-Mücken-Spray – In den Häfen sind die Biester im Sommer überall. Zum Beispiel Anti-Brumm.
    •     Fenistil – Wenn die Mücken schneller waren.
  •     Sonnenmilch – wasserfest, mindestens Lichtschutzfakter 30. (bitte kein Öl – macht das Deck rutschig).
  •     Wundsalbe – die auch gegen Sonnenbrand hilft, zum Beispiel Panthenol.
  •     Wunddesinfektionsmittel – zum Beispiel Octenisept.
  •     Reisekaugummis – sollen auch gegen Seekrankheit helfen. Similasa Reisetabletten sind die Klassiker.
    •     Mittel gegen Übelkeit und Seekrankheit  (hat zur Not auch der Skipper mit)
  •     Vitamin C – hilft wohl auch gegen Seekrankheit. Entweder in Pillenform oder Natürliche – viele schwören auf Ingwer.
  •     Durchfallmittel – zum Beispiel Imodium akut.
  •     Pflaster

 

Unser Notfallkoffer enthält auch anderer Medikamente – u.B. starke Schmerzmittel für echte Notfälle, Verbandszeug und so weiter. Auch ein Großteil der Mittelchen, die hier aufgeführt sind, werden vermutlich vorhanden sein.  Allerdings könnt ihr nicht von eurem Skipper erwarten, dass er für jedes Wehwehchen seiner Crew sorgt – wenn ihr die Medikamente aus dieser Liste dabei habt, macht ihr euch mit Sicherheit nicht unbeliebt.

 

 

Schlafen

Für jeden Mitsegler ist ein Schlafplatz (Koje) mit dementsprechender Bettwäsche vorhanden. Es wird Gelegenheiten geben, wie z.B. in einer lauen Sommernacht in der Hängematte unter freiem Sternenhimmel  an Deck übernachten. Deshalb, einen Schlafsack mitzunehmen kann demnach niemals falsch sein. Vorsicht mit Daunenschlafsäcke, die sind sehr feuchtigkeitsempfindlich.

 

Hängematte – war schon im Mittelalter der Geheimtipp unter Seefahrern. Heutzutage gibt’s ultraleichte Reisehängematten. Mindestens eine Hängematte habe ich im Reisegebäck.

  • Ggf. Ohropax (schnarchende Mitsegler, schlagende Fallen, feiernde Crews)
  • Ggf. Schlafmaske