Ankerbuchten - Insel Susak

Das geologisch interessante und zugleich ungeklärte Phänomen der Insel Susak ist, dass sie aus Sand besteht und nicht wie alle anderen Nachbarinseln aus Felsgestein. Den Seefahrer kümmert das vielleicht weniger, er darf sich am sicheren sandigem Ankergrund erfreuen. Susak ist eine sanft hügelige Insel, die Fläche beträgt 3,7 Kilometer². Der höchste Punkt der Insel ist der 96 Meter hohe Garba, auf dem der Leuchtturm von Susak steht. Die Insel besteht aus einem Kalksteinsockel überlagert von sandigem Lehm und ist überwiegend mit Schilfrohr, Brombeeren und Weinstöcken bewachsen. Die Insel wirkt dadurch auch im Sommer sehr grün und hebt sich durch diese Flora deutlich im Aussehen von den benachbarten Inseln (z. B. Unije und Ilovik) ab. Südöstlich der einzigen Siedlung der Insel befindet sich eine flache Sandbucht.

 

Ankerbucht Dragoca
44° 30,67'N 14° 19,4'E (östlich Hafen 'Hauptort')


Diese beliebte Bucht ist bei nördlichen und östlichen Winden ungeschützt!!!
Äußerste Vorsicht: Borafalle!!
Der Sandstrand verläuft 400m weit ganz flach ins Meer hinaus. Jedes Jahr hat eine Bergefirma in Mali Losinj Arbeit (und reichlich Gewinn!) von Seglern, deren Schiffe bei Bora vom Sandstrand geschleppt werden müssen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


Susak Haupthafen
44° 30.754' N 014° 18.699' E


Im Stadthafen gibt es keine Mooring. Deshalb wird hier rk mit Buganker angelegt. Die Anker halten nur einigermaßen. Bei Bora sollte allerdings eine Leine zum nord-östlichen Kai ausgebracht und die Boote vorne miteinander vertäut werden. Die Hafeneinfahrt wird von Felsen, die knapp unter Wasser liegen, begrenzt. Deshalb MUSS die Anfahrt unbedingt von Nordosten her erfolgen. Die eigentliche Einfahrt ist nur 13 Meter breit, aber es liegen hier Yachten längsseits, was die Einfahrt noch schmaler macht. Viel Platz zum Manövrieren ist in dem kleinen Hafen nicht. Unbedingt das Hafenhandbuch und das Seezeichen beachten. Es werden keine Hafengebühren verlangt. Dafür gibt es dort jedoch auch nichts. Abgesehen von einem Dorf, einer Kirche und Sand.


Nikolaus Suppanz schreibt: "Der Anker fällt zwischen einer österreichischen Bavaria 46 und einem Bojenfeld in der Nordbucht vor dem Inselort Susak. Nach einer halben Stunde kommt der Hafenkapitän im Schlauchboot: Hier darf nicht geankert werden; wir müssen an die Boje. Alle Einwände helfen nichts. Ich als Einhandsegler könne kaum eine Boje fangen. Außerdem seien die Bojen näher aneinander als mein Boot lang ist. Er schleppt mein Boot an eine der Bojen. Damit die Nachbarbojen nachts nicht an meinen Rumpf donnern könne ich mein Heck an eine der Nachbarbojen festmachen. Sie wären mit Mooringen verbunden.


Interessant die weitere Ausführungen des Hafenkapitäns: Nicht nur auf Susak, sondern in ganz Kroatien dürfen Boote wie meins (Sloop, kroatische Flagge, deutsche Besatzung) nicht ankern, sondern nur in Marinas, Häfen oder an Bojen festmachen. Dieses Ankerverbot stehe in einem Gesetz, das schon 2013 erlassen worden sein soll. Alle meine Einwände nutzten nichts. Der Hafenkapitän bleibt dabei: In Kroatien dürfen Sportboote nirgends ankern.


Die Bavaria schleppt der Hafenkapitän in den Hafen, wohl weil sie nicht mal diagonal zwischen die Bojen paßt. Abends kommen noch zwei größere italienische Segelboote und ankern bei diesen Bojenabständen natürlich. Wieder kommt das Schlauchboot. Nach kurzem Palaver lichten die Italiener ihre Anker wieder und setzen Kurs Losinj.
Ich habe seit ich hier segele noch nie in einer Marina, in einem Hafen oder an einer Boje übernachtet. Schon deshalb, weil es mich mindestens 20 Euro pro Nacht kostete, oft das Doppelte, manchmal das Dreifache und in Dubrovnik das Fünffache kostete. Immer in einer Bucht. Mehrmals sind Polizeiboote an der ankernden Moon Shadow vorbeigefahren. Immer ohne Beanstandungen."